Training & Prävention

Krafttraining als Prävention

Krafttraining ist keine Frage von Fitnessstudio oder Sportlichkeit, sondern eine Grundlage von Belastbarkeit im Alltag. Der Beitrag zeigt, wie ein realistischer Einstieg aussieht.

Von Mica Pfeiffer, Physiotherapeut, Praxisinhaber – Praxis Pfeiffer / MICA HealthVeröffentlicht: 05.09.2026Aktualisiert: 05.09.20266 Min. Lesezeit

Präventives Krafttraining ist ein planmäßiges, dosiertes Training gegen Widerstand mit dem Ziel, Muskelkraft, Belastbarkeit und Alltagsfunktion zu erhalten oder zu verbessern.

Was Krafttraining leisten kann

  • Erhalt und Aufbau von Muskelmasse, besonders ab dem mittleren Lebensalter
  • Höhere Belastbarkeit von Sehnen, Bändern und Knochen
  • Bessere Alltagsfunktion: Treppen, Tragen, Aufstehen
  • Unterstützung bei der Rückkehr in Sport und Beruf nach Verletzungen
  • Positive Effekte auf Stoffwechsel und Wohlbefinden

So viel ist realistisch nötig

Für gesundheitliche Effekte genügen in der Regel zwei bis drei Einheiten pro Woche mit Übungen für die großen Muskelgruppen. Eine Einheit kann bereits in 30 bis 40 Minuten sinnvoll gestaltet werden.

Entscheidend ist die Regelmäßigkeit über Monate, nicht die perfekte Einzeleinheit. Ein Trainingsplan, der in den Alltag passt, schlägt einen ambitionierten Plan, der nach drei Wochen scheitert.

Sechs Grundmuster für den Einstieg

Kniebeugemuster

Beinkraft für Aufstehen, Treppen und Tragen – von Stuhlkniebeuge bis Langhantel.

Hüftstreckmuster

Kreuzheben-Varianten und Hüftheben für die Rückseite und den unteren Rücken.

Drücken

Liegestütz-Varianten oder Schulterdrücken für Brust, Schulter und Arme.

Ziehen

Rudern und Latzug für die Rückenmuskulatur – ein Gegengewicht zum Sitzalltag.

Rumpfstabilität

Planks, Pallof Press oder Carrys für die Steuerung der Wirbelsäule unter Last.

Einbeinig arbeiten

Ausfallschritte und Step-ups für Gleichgewicht und Kontrolle.

Sicher steigern

  • Mit Technik beginnen, dann Wiederholungen, dann Gewicht steigern
  • Belastung um etwa 5 bis 10 Prozent pro Woche erhöhen statt sprunghaft
  • Muskelkater ist erlaubt, deutliche Gelenkschmerzen sind ein Stoppzeichen
  • Bei bestehenden Beschwerden zuerst befunden lassen

Häufige Fragen

  • Behandlung ausschließlich durch den Praxisinhaber – keine wechselnden Behandler
  • Individuelle Behandlungszeit nach Bedarf statt Takt – Termine nur nach Vereinbarung
  • Privatpraxis für Privatpatienten & Selbstzahler – kein Rezept notwendig
Kompetente Behandlung, angenehme Atmosphäre und sehr freundlich. Ich habe mich bestens aufgehoben gefühlt. Absolut empfehlenswert!"
Anja Pfeiffer
Kostenlos

MICA Health Rücken-Guide

7 evidenzbasierte Prinzipien für einen belastbaren Rücken

  • Was Belastbarkeit wirklich aufbaut – und was nicht
  • Bewegung dosieren statt schonen
  • Übungen, die im Alltag realistisch umsetzbar sind

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